Irgendwann... Irgendwo...
Verfasst: 17. Sep 2008, 04:32
((was man nicht alles macht wenn man wieder mal net schlafen kann))
Was sind die Geschichten die faszinieren? Was sind die Themen die kleine Mädchen und Jungen gerne erzählt bekommen? Wo ihre Augen vor Spannung strahlen, ihre Münder geschlossen bleiben voller Vorfreude auf die nächste Wendung und sie dasitzen wie kleine Engel, aufmerksam nichts zu verpassen…
Zum einen sind es die Geschichten die die Welt bewegen, über große Krieger, große Schlachten, Kriege um Ruhm und Ehre, um Land, Vorherrschaft, um Frauen, Geliebte... Verbrechen von globalem Ausmaß, um Trauer und Schmerz, um die Liebe die Völker ins Verderben stürzt... Katastrophen, Krankheiten die den Lauf der Zeit verändern...
Zum anderen sind es die Geschichten die von der Welt verborgen blieben, die nicht den Lauf der Zeit verändert hat, die nicht von Königen und großen Reichen handelt... die nie erzählt werden würde wenn alles anders gekommen wäre... die weit mehr über das Wesen der Menschen aussagen als die vermeintlich großen Geschichten…
Und was für eine Geschichte folgt jetzt? …
Irgendwo, denn der Ort spielt keine Rolle…
Irgendwann, denn auch Zeit hat nicht immer die Rolle die Menschen ihr zuordnen…
Der leblose Körper eines jungen Mannes liegt mitten auf der Straße. In der guten alten Zeit hätte sicherlich ein Händler erbarmen gehabt und geholfen… doch die Zeiten haben sich geändert, Düsternis herrscht, Angst geht um, ein jeder kümmert sich nur noch um sich selbst… und die Straßen sind verlassen…
Es beginnt zu regnen… zu schütten… das Wasser weicht die Erde auf und verwandelt sie in zähflüssigen Schlamm… die Tropfen die auf den Körper des Mannes fallen scheinen das Leben in ihm wieder zu erneuern… langsam bewegt er sich, zuerst die Finger, dann die Hand… schließlich hebt sich der Kopf aus dem Schlamm…
Der Kopf dröhnt, und die erste instinktive Bewegung führt die Hand auf den Kopf wo eine große Beule noch zeugt von dem was passiert ist… langsam kommen die Erinnerungen zurück… ein Überfall… Banditen oder Orks, wer weiß das schon genau… „Ich kann von Glück reden das ich noch lebe… oder von unheimlichem Pech…“ Der körperliche Schmerz verschwindet von einer Sekunde auf die andere und all die Gedanken und Sorgen wälzen sich auf die gepeinigte Seele… er vergräbt den Kopf in die Arme und versucht die Gedanken zu verdrängen… körperlicher Schmerz ist viel leichter zu ertragen als seelischer… er richtet sich auf und schreit lauthals in die Nacht „Wieso… wieso lebe ich… wieso gibt mir das Schicksal nicht endlich die Gnade nach der ich mich jede Sekunde sehne… oh grausame Welt… was für ein böses Spiel treibst du mit mir“ … er quält sich langsamen Schrittes etwas abseits, sucht Schutz unter einem Baum, setzt sich hin und lehnt sich sanft an… er schüttelt den Kopf, so als würde er die Gedanken und Erinnerungen vertreiben wollen, weg aus seinem Kopf… „Wieso lasst ihr mich nicht einfach gehen…“ … grausam können Erinnerungen sein, sie können einen Menschen vernichten… oder einfach nur quälen… Tag für Tag, Minute für Minute…
Der Regen hört nicht auf und er muss sich aufmachen, er darf hier nicht sitzen, nicht mit den Gedanken, er muss Ablenkung finden, Ablenkung in der Anstrengung, Ablenkung in der Suche nach anderen Schmerzen, körperlichen, die er besser ertragen kann… er richtet sich auf, kommt langsam auf die Beine die noch etwas träge agieren, doch schließlich steht er und setzt seine Reise fort… der Schlamm hat seine Schuhe schon längst vollkommen umschlossen und seine ganze Kleidung ist nass und schwer vom Regen… der Kopf dröhnt, doch nicht genug… immer wieder schüttelt er seinen Kopf, verjagt die Gedanken für eine Sekunde, doch noch grausamer kommen sie zurück… er beginnt zu laufen, soweit es ihm möglich ist, er versucht zu fliehen… doch er wird nie entkommen… nicht so...
Langsam lässt der Regen nach, es können Minuten oder mehrere Stunde gewesen sein, Zeit spielt keine Rolle... die Wolken verziehen sich langsam und der Sternenhimmel lächelt vom Himmelszelt hinab und der fast volle Mond erhellt die Nacht ein wnig... aber nicht für ihn... das Licht blendet ihn... das Licht erinnert ihn... er richtet seinen Blick gen Boden, halt suchend, die Dunkelheit suchend... er ist erschöpft, erschöpft von den Schmerzen... er kann nicht mehr, sucht sich ein geschütztes Plätzchen am Wegesrand und legt sich hin... und entschwindet schnell in das Reich der Träume... Träume... manchmal lenken sie ab, manchmal schaffen sie es ihm eine erholsame Nacht zu gönnen, manchmal... doch manchmal wird die Vergangenheit zu lebendig... zu real... und mit einem Aufschrei der Qual und Angst erwacht er in solchen Nächten... doch diese Nacht ist das Schicksal gnädig... und schenkt ihm Träume ohne Sorgen...
Am nächsten Morgen fühlt er sich gut... wenn man das so nennen kann... sein Kopf dröhnt, doch neue Kraft ist in seinem Gliedern, dankbar ist er, für die Gnade die die Götter ihm gewährt haben diese Nacht... Träume ohne Sorgen... doch sobald er wieder die Kontrolle übernimmt sind die schnell wieder da, lautlos, hinterhältig schleichen sie sich haran, wie ein Rudel Wölfe auf der Suche nach Beute... der Suche nach einem verletzten Tier... das Tier schafft es vielleicht sie einmal zu verjagen... zweimal... dreimal... aber sie kommen immer wieder... warten... quälen... sie haben Zeit... er schüttelt den Kopf, schlägt sich mit der flachen Hand auf die Stirn "Weg... Weg... Weg..." ... beißt die Zähne zusammen, unterdrückt den Schmerz in seinem Kopf und macht sich wieder auf... weiter... einfach weiter... weg
Er muss keine Entscheidungen treffen, welcher Weg spielt keine Rolle... links, rechts, alles einerlei... nach Norden oder Süden... egal... Osten oder Westen... eines so gut wie das andere... er überlebt von dem was er findet... was er erlegt... er ist ein guter Jäger, oder war es zumindest mal... aber für den einen oder anderen Hasen reicht es noch... roh, gebraten, gegrillt... egal... man könnte meinen durch die Wanderschaft hat sein Antlitz ein wenig der Menschlichkeit eingebüßt die man sonst erblickt, aber so ist es nicht... lediglich der Schlamm, der Schmutz bedeckt sie... doch er ist kein Wilder, kein Waldläufer... ein normaler Mensch... von seinem Schicksal verflucht und gejagt... irgendwohin... er weiß es selbst nicht... er flieht nur... oder denkt zu fliehen...
Sein Name? Spielen Namen eine Rolle? Er ist er... früher dachte er sein Name, sein Titel sind wichtig... früher achtete er darauf wie er sich gab, was er tat und wie er wirkte... doch alles vergänglich, alles vorbei... er will schon lange nicht mehr... will nicht mehr laufen... will nicht mehr fliehen... sucht das Ende... doch vor dem letzten Schritt zögerte er... nicht erst einmal... so ist er verdammt seinen Weg zu finden... und auf Erbarmen der Götter zu hoffen, morgen... übermorgen... oder noch in ferner Zukunft...
Was sind die Geschichten die faszinieren? Was sind die Themen die kleine Mädchen und Jungen gerne erzählt bekommen? Wo ihre Augen vor Spannung strahlen, ihre Münder geschlossen bleiben voller Vorfreude auf die nächste Wendung und sie dasitzen wie kleine Engel, aufmerksam nichts zu verpassen…
Zum einen sind es die Geschichten die die Welt bewegen, über große Krieger, große Schlachten, Kriege um Ruhm und Ehre, um Land, Vorherrschaft, um Frauen, Geliebte... Verbrechen von globalem Ausmaß, um Trauer und Schmerz, um die Liebe die Völker ins Verderben stürzt... Katastrophen, Krankheiten die den Lauf der Zeit verändern...
Zum anderen sind es die Geschichten die von der Welt verborgen blieben, die nicht den Lauf der Zeit verändert hat, die nicht von Königen und großen Reichen handelt... die nie erzählt werden würde wenn alles anders gekommen wäre... die weit mehr über das Wesen der Menschen aussagen als die vermeintlich großen Geschichten…
Und was für eine Geschichte folgt jetzt? …
Irgendwo, denn der Ort spielt keine Rolle…
Irgendwann, denn auch Zeit hat nicht immer die Rolle die Menschen ihr zuordnen…
Der leblose Körper eines jungen Mannes liegt mitten auf der Straße. In der guten alten Zeit hätte sicherlich ein Händler erbarmen gehabt und geholfen… doch die Zeiten haben sich geändert, Düsternis herrscht, Angst geht um, ein jeder kümmert sich nur noch um sich selbst… und die Straßen sind verlassen…
Es beginnt zu regnen… zu schütten… das Wasser weicht die Erde auf und verwandelt sie in zähflüssigen Schlamm… die Tropfen die auf den Körper des Mannes fallen scheinen das Leben in ihm wieder zu erneuern… langsam bewegt er sich, zuerst die Finger, dann die Hand… schließlich hebt sich der Kopf aus dem Schlamm…
Der Kopf dröhnt, und die erste instinktive Bewegung führt die Hand auf den Kopf wo eine große Beule noch zeugt von dem was passiert ist… langsam kommen die Erinnerungen zurück… ein Überfall… Banditen oder Orks, wer weiß das schon genau… „Ich kann von Glück reden das ich noch lebe… oder von unheimlichem Pech…“ Der körperliche Schmerz verschwindet von einer Sekunde auf die andere und all die Gedanken und Sorgen wälzen sich auf die gepeinigte Seele… er vergräbt den Kopf in die Arme und versucht die Gedanken zu verdrängen… körperlicher Schmerz ist viel leichter zu ertragen als seelischer… er richtet sich auf und schreit lauthals in die Nacht „Wieso… wieso lebe ich… wieso gibt mir das Schicksal nicht endlich die Gnade nach der ich mich jede Sekunde sehne… oh grausame Welt… was für ein böses Spiel treibst du mit mir“ … er quält sich langsamen Schrittes etwas abseits, sucht Schutz unter einem Baum, setzt sich hin und lehnt sich sanft an… er schüttelt den Kopf, so als würde er die Gedanken und Erinnerungen vertreiben wollen, weg aus seinem Kopf… „Wieso lasst ihr mich nicht einfach gehen…“ … grausam können Erinnerungen sein, sie können einen Menschen vernichten… oder einfach nur quälen… Tag für Tag, Minute für Minute…
Der Regen hört nicht auf und er muss sich aufmachen, er darf hier nicht sitzen, nicht mit den Gedanken, er muss Ablenkung finden, Ablenkung in der Anstrengung, Ablenkung in der Suche nach anderen Schmerzen, körperlichen, die er besser ertragen kann… er richtet sich auf, kommt langsam auf die Beine die noch etwas träge agieren, doch schließlich steht er und setzt seine Reise fort… der Schlamm hat seine Schuhe schon längst vollkommen umschlossen und seine ganze Kleidung ist nass und schwer vom Regen… der Kopf dröhnt, doch nicht genug… immer wieder schüttelt er seinen Kopf, verjagt die Gedanken für eine Sekunde, doch noch grausamer kommen sie zurück… er beginnt zu laufen, soweit es ihm möglich ist, er versucht zu fliehen… doch er wird nie entkommen… nicht so...
Langsam lässt der Regen nach, es können Minuten oder mehrere Stunde gewesen sein, Zeit spielt keine Rolle... die Wolken verziehen sich langsam und der Sternenhimmel lächelt vom Himmelszelt hinab und der fast volle Mond erhellt die Nacht ein wnig... aber nicht für ihn... das Licht blendet ihn... das Licht erinnert ihn... er richtet seinen Blick gen Boden, halt suchend, die Dunkelheit suchend... er ist erschöpft, erschöpft von den Schmerzen... er kann nicht mehr, sucht sich ein geschütztes Plätzchen am Wegesrand und legt sich hin... und entschwindet schnell in das Reich der Träume... Träume... manchmal lenken sie ab, manchmal schaffen sie es ihm eine erholsame Nacht zu gönnen, manchmal... doch manchmal wird die Vergangenheit zu lebendig... zu real... und mit einem Aufschrei der Qual und Angst erwacht er in solchen Nächten... doch diese Nacht ist das Schicksal gnädig... und schenkt ihm Träume ohne Sorgen...
Am nächsten Morgen fühlt er sich gut... wenn man das so nennen kann... sein Kopf dröhnt, doch neue Kraft ist in seinem Gliedern, dankbar ist er, für die Gnade die die Götter ihm gewährt haben diese Nacht... Träume ohne Sorgen... doch sobald er wieder die Kontrolle übernimmt sind die schnell wieder da, lautlos, hinterhältig schleichen sie sich haran, wie ein Rudel Wölfe auf der Suche nach Beute... der Suche nach einem verletzten Tier... das Tier schafft es vielleicht sie einmal zu verjagen... zweimal... dreimal... aber sie kommen immer wieder... warten... quälen... sie haben Zeit... er schüttelt den Kopf, schlägt sich mit der flachen Hand auf die Stirn "Weg... Weg... Weg..." ... beißt die Zähne zusammen, unterdrückt den Schmerz in seinem Kopf und macht sich wieder auf... weiter... einfach weiter... weg
Er muss keine Entscheidungen treffen, welcher Weg spielt keine Rolle... links, rechts, alles einerlei... nach Norden oder Süden... egal... Osten oder Westen... eines so gut wie das andere... er überlebt von dem was er findet... was er erlegt... er ist ein guter Jäger, oder war es zumindest mal... aber für den einen oder anderen Hasen reicht es noch... roh, gebraten, gegrillt... egal... man könnte meinen durch die Wanderschaft hat sein Antlitz ein wenig der Menschlichkeit eingebüßt die man sonst erblickt, aber so ist es nicht... lediglich der Schlamm, der Schmutz bedeckt sie... doch er ist kein Wilder, kein Waldläufer... ein normaler Mensch... von seinem Schicksal verflucht und gejagt... irgendwohin... er weiß es selbst nicht... er flieht nur... oder denkt zu fliehen...
Sein Name? Spielen Namen eine Rolle? Er ist er... früher dachte er sein Name, sein Titel sind wichtig... früher achtete er darauf wie er sich gab, was er tat und wie er wirkte... doch alles vergänglich, alles vorbei... er will schon lange nicht mehr... will nicht mehr laufen... will nicht mehr fliehen... sucht das Ende... doch vor dem letzten Schritt zögerte er... nicht erst einmal... so ist er verdammt seinen Weg zu finden... und auf Erbarmen der Götter zu hoffen, morgen... übermorgen... oder noch in ferner Zukunft...