Eine dicke Staubschickt bedeckte den Türknauf. Als ich ihn ergriff färbten sich meine Handschuhe leicht schwärzlich. Ich drehte und drehte, doch scheinbar klemmte irgendetwas. Letztendlich brachte ich mein ganzes Körpergewicht zum Einsatz indem ich mich gegen die Tür schmiss. Mit einem lautem Knarren sprang endlich die Türe auf und ich fiel durch meinen Schwung auf der Schwelle nieder. Als ich mich erheben wollte verhedderten sich Spinnweben in meinem Haar. Langsam vorwärts schreitend tastete ich mich durch die Dunkelheit, Schritt für Schritt bedachtsam. Es dauerte einen Moment bevor sich meine Augen ans das dunkel gewöhnt hatten und sich die Sicht etwas schärfer stellte.
In kurzer Entfernung von mir ward ein langer Tisch sichtbar umringt von Stühlen, welche von Spinnennetzen bedeckt waren. Ich schritt auf den Tisch zu, wollte einen Kerzenständer ergreifen wich aber erschreckt zurück als sich eine Spinne daran machte über meine Hand zu huschen. Ich schüttelte die Abscheu vor dem Getier ab und griff erneut beherzt in die Richtung, innerlich betend das jenes Getier dort bliebe wo es war. Nichts passierte. Ich atmete auf. Nachdem ich den kleinen Kerzenstummel der auf dem Leuchter verblieben war entzündet hatte, konnte ich den Rest des Zimmers sehen.
Hinter dem Tisch ward ein Kamin eingelassen, die Feuerstelle schien lang nicht mehr in Anspruch genommen worden zu sein. In einer Ecke eine Lagerstätte mit einigen Feldbetten. An der Wand Regale an denen Krüge unter einer Schicht aus Staub und Spinnennetzen sich befanden. Je mehr sich die Dunkelheit anheim schlich desto deutlicher wurde klar hier war man schnell aufgebrochen.
Ich erblickte einen kleinen Stofffetzen der unnütz rumlag und griff ihn mir. Alsbald machte ich mich daran den Staub den gar auszumachen und den Krabbeltieren den Garaus. Ein Reisigbesen der in einer Ecke gestanden hatte half mir das Bodenmuster unter der dicken Staubschicht freizumachen. Das Feuer brannte im Kamin, ich sah mich um. Schon etwas gemütlicher.
Ein blubbernder Kessel dessen Dampf durch das Zimmer waberte stand auf dem Feuer. Bei meinen Aufräumarbeiten entdeckte ich manch vergessenes Kleinod, welches ich nun vor mir auf dem Tisch ausbreitete. Eine winzige grüne Stoffpuppe, ein Buch: „Aegwynn und die Drachenjagd“, ein Ring aus Karazhan, ein paar verbleite Phiolen, ein Reiseführer „ Besuchen sie das Alteractal“ und eine kaputte Angelrute. Was tu ich damit, fragte ich mich und machte als erstes der Angelrute ein heißes Ende im Kamin. Bis auf das Buch stellte ich den Rest auf den Kaminsims, legte den Kopf schief, überlegte. Hmmm…
Dann nahm ich die Phiolen wieder vom Sims und ging vor die Tür, dort meinte ich einen kleinen Wasserlauf gesehen zu haben. Als ich wieder ins Haus kehrte waren die Phiolen voll Wasser und ein paar Blümchen. Diese stellte ich auf den Tisch, rückte meinen Stuhl näher ans Feuer und griff mir das Buch. Ich weiß nicht wie lang ich gelesen hatte, aber als ich schon vertieft im Buch war schreckte ich auf. Jemand stand in der Tür und blickte mich aus der Dunkelheit an….
Dunkel lag es vor mir
- Bathory
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Dunkel lag es vor mir
> Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers. <
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Wenn Kinder klein sind, gib Ihnen wurzeln, wenn Sie groß sind gib Ihnen Flügel. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
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