Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Anfragen, Grüße, Rollenspiel
Antworten
Penelopè

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Beitrag von Penelopè »

Ein Sturm war aufgekommen am Hafen von Menethil, die Wellen peitschten gegen die Planken den Steges und der Himmel drohte unheilverkündend ein Gewitter an.
Langsam kroch die Kälte in das schwarze Fell der Druidin, die während dessen in ihrer kätzischen Form hoch oben im Ausguck eines am Hafen wartenden Schiffes saß.
Wie viele Tage und Nächte sie hier schon gesessen hatte vermochte sie beinah nicht mehr zu zählen. Ihr Blick jedoch glitt unruhig über das stürmische Meer in die Ferne. "Wir werden uns wieder sehen Liebste und sobald ich angekommen bin lasse ich einen Boten aussenden. Mach Dir keine Gedanken." So in etwa waren seine letzten Worte als die Expedition aufbrach um neue Ländereien zu erkunden.

Wochen waren wohl seit dem vergangen und noch immer kein Lebenszeichen. In den Gassen Sturmwinds hatte sie Gerüchte vernommen. Tod und Verderbnis soll sie empfangen haben, niemand könne sagen ob es noch Lebende der Expedition geben würde.
Sie wusste nicht was ihr lieber war, zu wissen das ihr Liebster bei der Verteidigung gestorben ist oder einfach nur verschollen war. Die HOffnung stirbt zuletzt so sagte man, aber die Ungewissheit ließ sie nicht ruhen. Fröstelnd erhob sie sich auf dem Ausguck und wanderte einige Schritte umher, den Blick weiterhin in die Ferne gerichtet, auf das Meer hinaus. Wie oft hatte sie sich schon eingebildet am fernen Horizont einen dunklen Punkt gesehen zu haben der sich dem Hafen näherte, der am Ende doch nur ein Trugbild ihrer eigenen Phantasie war.

Ihre Ohren zuckten verschreckt zusammen als der Himmel sich zuzog, gefolgt von einem grollendem Donnerschlag der ihr durch Mark und Bein ging. Sekunden später erhellte sich der Himmel gleissend hell und spieh eine elektrische Ladung in Form eines Kugelförmigen Blitzes auf die Erde hinab nur um im nächstem Moment in einem Busch nah der Stadtmauer einzuschlagen. Er fing sofort Feuer, was die Wachen Menethils dazu antrieb in hektische Unruhe zu verfallen.

Die angelandeten Schiffe schlugen mit ihren PLanken gegen den Steg, ja es war Zeit den Ausguck zu verlassen. In einer geschmeidigen Bewegung sprang Penelopè hinab und landete weich auf ihren Pfoten. Ein letzter Blick glitt zurück über das weite Meer, in ihren Augen funkelte tief ein starker Ausdruck von Traurigkeit eh sie los stürmte und in die Tiefen der aufkommenden Dunkelheit eintauchte und so an diesem Abend nicht mehr gesehen ward.
Antworten